25/09/2017 - Es sind Leser verbunden
Monte Amiata umgebung Sovana
Sovana
In der Nähe von Amiata

Sovana

Sovana war eine bedeutende etruskische Stadt, die in der Römerzeit Munizipium war und später Bischofsitz wurde. Die höchste Blütezeit erlebte das Städtchen unter der Herrschaft der Aldobrandeschi. Als in den frühen Jahren des 14. Jahrhunderts die Macht von den Aldobrandeschi an die Orsini überging, zeigten sich die ersten Anzeichen einer unaufhaltsamen wirtschaftlichen und demographischen Krise, die dazu führte, dass die Bevölkerungszahl im Jahr 1833 auf nur 64 Einwohner schrumpfte. Der Wohlstand, den das Städtchen im 12. und 13. Jahrhundert unter den Grafen Aldobrandeschi erlangte, lässt sich noch an den Resten des mittelalterlichen Stadtkerns ablesen. Vor dem Ortseingang stößt man auf die Ruinen der Rocca Aldobrandesca. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde 1573 restauriert und im 17. Jahrhundert demoliert. An der Hauptstraße liegen die wichtigsten Gebäude: das Busatti-Haus, die Kirche Santa Maria und die Kathedrale. Die etruskische Nekropole befindet sich wenige Kilometer außerhalb der Ortschaft. Ihre Bedeutung liegt nicht in der Ausdehnung der Anlage, sondern in der Vielseitigkeit der Grabtypologien, die hier zu finden sind. Einige Gräber gehen auf das 7.-6. Jahrhundert v. Chr. zurück, doch gehört der überwiegende Teil der Gräber (mit komplexen und hoch entwickelten Formen) dem 3.-2. Jahrhundert an. Die berühmtesten Gräber sind: die „Tomba della Sirena“ (ein Ädikulagrab mit vorgebautem Portikus und dekoriertem Giebel), die „Tomba di Ildebranda“ (Tempelform, mit doppeltem Treppenaufgang und Säulen, deren Kapitelle mit anthropomorphen Motiven verziert sind), die „Grotta Pola“ (mit acht Säulen an der Fassade) und die „Tomba del Tifone“ (Ädikulagrab mit verziertem Tympanon).

Für weitere Informationen: sito del comune