18/08/2017 - Es sind Leser verbunden
Monte Amiata history
Rocca Silvana Castle
Amiata und Kultur

Die Geschichte des Vulkanes


Der Gebirgszug um den 1738 m hohen (erloschenen) Vulkan bietet ein Kontrastprogramm zu den Kunst- und Kulturoasen der nördlichen Toscana. Dünn besiedelte Landschaft, über weite Strecken einsame Kastanien- und Buchenwälder und heiße Thermalquellen lohnen den Besuch.

Der Gipfel, Vetta Amiata, ist bis auf die letzten 200 m auch mit dem Wagen erreichbar. Hier oben hat man eine phantastische Aussicht auf die südliche Toscana bis hinüber zum Meer. Das eiserne Gipfelkreuz aus dem Jahr 1910 hatte schon einige Blitzschläge abbekommen, bevor es die Nazis bei ihrem Abzug aus der Region in die Luft sprengten. 1946 ließ es Papst Pius XII. wieder instand setzen (heute gibt es hier Erfrischungsmöglichkeiten in einer Bar sowie Souvenirstände). Wer den wenig anstrengenden Aufstieg vom obersten Parkplatz (Skilift und Hotels) zum Gipfel hinter sich gebracht hat, sollte noch ein Stück weiter der Beschilderung zur "Madonna delle Scouts" folgen: Nur etwa 5 Minuten vom Gipfelkreuz entfernt kommt man zu einer Felsengruppe mit erhöhtem Aussichtspunkt und Madonnenfigur. Vor allem morgens und abends bietet sich hier ein tolles Panorama.

Die kreisförmig um den Berg angeordneten Orte liegen alle auf 600 bis 800 m, einer Höhe, in der zahlreiche Quellen entspringen.

Wirtschaftlich liegt das Gebiet seit der Schließung der Quecksilberminen im Abseits. Auch der Wintersporttourismus, in den viel investiert wurde, war in den letzten Jahren wegen etlicher milder Winter unbefriedigend. Neue Impulse verspricht die verstärkte Nutzung der Erdwärme durch Kraftwerke und als Nebenprodukt die Beheizung 30 ha großer (!) Glashäuser zur Blumenzucht durch die Abwärme bei Piancastagnaio.

 

© 2004, Verlag Michael Müller GmbH, Gerberei 19, 91054 Erlangen. (info@michael-mueller-verlag.de)

 

Der Vulkan

 

Arcidosso

Die Abtei des San Salvatore